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Entdecken Sie Wissenswertes rund um das Leben mit dem Tod.

An dieser Stelle zeigen wir Ihnen ausgewählte Artikel, die sich künstlerisch, kulturell, skurril, hilfreich oder rein informativ mit den Themen Tod und Trauer befassen.

Darunter finden Sie auch hin und wieder Buch-Tipps, interes­sante Ausstellungen und Berichte über Veranstaltungen rund um unser Bestattungshaus. Schauen Sie sich in Ruhe um – hier gibt es immer etwas zu entdecken.

Online trauern – die moderne Seite der Erinnerungskultur
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Wir sind alle ständig online, um uns zu informieren, zu amüsieren, einzukaufen oder mit anderen zu kommunizieren. Inzwischen hat auch das Trauern und Erinnern selbstverständlich einen Platz im Internet gefunden. Eine Betrachtung öffentlicher Trauer.

Trauer kommt im Netz auf ganz verschiedene Arten zum Ausdruck. Viele Menschen äußern sich in den sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter, wenn sie trauern. Und das nicht nur, wenn sie von einem ihnen nahestehenden Menschen Abschied nehmen müssen – auch beim Tod mehr oder weniger berühmter Persönlichkeiten posten viele Ihre Trauer oder Anteilnahme. Ebenso wird nach Naturkatastrophen, Terroranschlägen oder anderen Unglücksfällen kollektiv öffentlich getrauert und der Opfer gedacht. Dabei geht es aber vor allem darum, ein Zeichen zu setzen und vielleicht mit einem Statement seine Gesinnung kundzutun. Obwohl bei der Mehrheit der Online-Community Einigkeit über den Sinn dieser Trauerbekundungen zu herrschen scheint, werden immer mal wieder einzelne Stimmen von Menschen laut, die sich davon distanzieren.

Eine weitere wichtige Variante des Online-Trauerns liegt in den persönlichen Gedenkseiten für Verstorbene in speziellen Gedenkportalen. Nachdem zunächst einige Verlage begonnen hatten, die gedruckten Traueranzeigen ihrer Zeitungen ins Internet zu stellen, entwickelten sich schnell verschiedene Gedenkportale, deren Gedenkseiten weit mehr Inhalt boten als nur die biografischen Daten des Verstorbenen und einen Trauerspruch. So können je nach Portal zum Beispiel Fotos oder Musikstücke hochgeladen, Anekdoten oder wichtige Stationen aus dem Leben des Verstorbenen geschildert oder virtuelle Kerzen angezündet werden. In der Regel sind Gedenkseiten mit Kosten oder hohem Werbeaufkommen verbunden, dennoch erfreut sich dieses Angebot grundsätzlich wachsender Beliebtheit. Aufgrund der großen Nachfrage haben heute einige Bestatter bereits eigene Gedenkportale und bieten bei einem Bestattungsauftrag den Trauernden als besonderen Service eine kostenlose persönliche Gedenkseite für den Verstorbenen.

Gedenkseiten halten die Erinnerung lebendig

Ein großer Vorteil der Gedenkseiten liegt darin, dass jeder Verstorbene so wesentlich länger im Fokus der Aufmerksamkeit bleibt. Früher beklagten manche Angehörige, dass schon kurze Zeit nach der Bestattung in ihrer Wahrnehmung das Umfeld einfach wieder zur Tagesordnung überging und der Verstorbene vermeintlich in Vergessenheit geriet.

Gedenkseiten bieten so viele Möglichkeiten, gemeinsam die Erinnerung an ein vergangenes Leben wachzuhalten, den Verstorbenen zu ehren und den Angehörigen Trost zu spenden und Mut zuzusprechen. Die Freunde und Bekannten der Trauernden können auf diesem Weg ihre Anteilnahme ausdrücken, ohne Gefahr zu laufen, einen unpassenden Moment zu erwischen. Wer möchte, hat hier die Gelegenheit, ganz persönliche Abschiedsworte an den Verstorbenen zu richten. Die so geteilte Trauer und der häufig rege Austausch untereinander können für alle Beteiligten auch noch lange nach der Beisetzung eine wertvolle Hilfe sein.

Natürlich wird nicht jede Seite gleich häufig frequentiert und auch die Zahl der Kondolenzeinträge oder der angezündeten virtuellen Kerzen variiert sicher erheblich. Immerhin sind auch die Trauergemeinschaften von Trauerfall zu Trauerfall sehr unterschiedlich zusammengesetzt. Zudem sollte jeder sich jeder Nutzer darüber im Klaren sein, dass ein Eintrag auf einer Gedenkseite den wichtigen persönlichen Kontakt zu Trauernden nur ergänzen und niemals ersetzen kann. Dennoch ist das Online-Trauern und Online-Gedenken eine bedeutsame Errungenschaft der modernen Trauerkultur. Und sicher hilft es uns allen auch, unserer Endlichkeit ihre verdiente Beachtung zu schenken.

Cathrin Gawlista

Foto: Rapid Data

Sternenkinder – Trauer um ungelebtes Leben
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Über Sternenkinder wird in der Öffentlichkeit eher wenig gesprochen, dabei gibt es viel mehr verwaiste Eltern, als man denkt. Gegen das Schicksal, sein Kind zu verlieren, kann man nichts machen. Aber man kann sich bewusst und liebevoll verabschieden.

Guter Hoffnung zu sein heißt auch, selbstverständlich darauf zu vertrauen, dass die Schwangerschaft normal verläuft und schließlich ein gesundes Kind die Welt erblickt. Leider ist dieses Glück aber nicht allen Schwangeren vergönnt: Etwa 30 Prozent aller ärztlich festgestellten Schwangerschaften enden mit einer Fehlgeburt, davon wiederum rund 80 Prozent in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten. Der Begriff Sternenkinder bezeichnet vorrangig diese fehlgeborenen Kinder, aber im weiteren Sinne auch Säuglinge, die nach Frühgeburt verstorben sind, oder totgeborene Kinder. Manchmal werden Sternenkinder auch als Schmetterlingskinder oder Engelskinder bezeichnet.

Alle Eltern, die sich über Wochen oder Monate auf ihr Kind gefreut haben, werden meist überraschend ihrer Illusion beraubt und dann von den Geschehnissen überrannt. Leider sind noch immer viele Hebammen und Krankenpfleger nicht darin geschult, in so einer Situation den Betroffenen wirklich hilfreich und feinfühlig zur Seite zu stehen. Die Eltern bleiben mit ihrer Trauer allein und wissen nicht, wie sie sich verhalten sollen oder dürfen. Viele bekommen auch aus ihrem sozialen Umfeld zu wenig Unterstützung, fühlen sich teilweise schuldig oder glauben, nach kürzester Zeit wieder „normal funktionieren“ zu müssen.

Dabei ist es gerade bei einem Sternenkind so wichtig, den Verlust zu akzeptieren und das ungelebte Leben bewusst loszulassen. Damit ist genau das Gegenteil von Verdrängung gemeint: Hilfreich sind Erinnerungen daran, wie sehr man sich auf das Kind gefreut und wie man bei seinem Abschied getrauert hat. Gut ist es, wenn man weiß, an wen man sich in dieser Situation mit seinen Fragen, Wünschen und Gefühlen am besten wenden kann.

Schnell die richtige Unterstützung finden

Die vielleicht empfehlenswerteste Anlaufstelle im Netz für Eltern von Sternenkindern ist die Seite www.leere-wiege.de. Hier findet man Rat und Hilfe für den Akutfall, Tipps für eine bewusste Abschiednahme, Bestattungsmöglichkeiten, rechtliche Informationen, amtliche Vordrucke, Selbsthilfegruppen und Therapeuten, weiterführende Literatur und Links, Adressen und vieles mehr.

Für liebevolle Erinnerungen gibt es vielfältige Angebote, vom Fuß- oder Fingerabdruck auf einem Schmuckstück bis zum auf Leinwand gezogenen Ultraschallbild. Besonders erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang die Initiative „Dein Sternenkind“. Dabei sind rund 400 Fotografen in ganz Deutschland unterwegs, die ehrenamtlich Fotos von Sternenkindern machen und den Eltern damit wertvolle Andenken schenken (siehe www.dein-sternenkind.eu). Bei dem Projekt „Herzenssache“ engagieren sich Nähbegeisterte und fertigen ehrenamtlich schöne Kleidungsstücke, in denen Sternenkinder bestattet werden können (siehe www.herzenssache-nfsuf.de).

Rechtlich spielt das Gewicht des Kindes eine Rolle

Der Schmerz und die Trauer der Eltern um ihr ungeborenes Leben bemisst sich natürlich nicht an Zahlen, die rechtliche Situation in so einem Trauerfall aber sehr wohl: Seit dem im Jahr 2013 geänderten Personenstandsrecht haben Eltern auch bei Frühgeburten unter 500 Gramm das Recht, ihr Kind standesamtlich eintragen zu lassen. Sie können ihr Kind auf Wunsch bestatten, müssen es aber nicht. Bei Kindern über 500 Gramm wird aus dem Bestattungsrecht eine Bestattungspflicht. Im Detail unterscheiden sich die Bestattungsgesetze der Bundesländer auch bei den Sternenkindern, die Abweichungen sind jedoch marginal. Weitere Informationen zu den gesetzlichen Regelungen finden Sie unter www.aeternitas.de/inhalt/kind_tod_trauer/sternenkinder/sternenkinder_rechtliches.

Cathrin Gawlista

Quelle: http://www.deutschlandfunkkultur.de/sternenkinder.1124.de.html?dram:article_id=224817

Foto: Pixabay

Pflegefreie Grabstätten – immer mehr Alternativen zur anonymen Bestattung
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Die Wahl der letzten Ruhestätte folgt zunehmend praktischen Erwägungen. Glücklicherweise gibt es eine wachsende Vielfalt an Grabarten, die auch dann eine würdevolle letzte Ruhestätte bieten, wenn niemand für die Pflege aufkommen kann oder möchte.

Das von Angehörigen gepflegte Familiengrab wird seltener. Nachfolgende Generationen leben nicht mehr am selben Ort, es fehlt die Zeit, bei älteren Menschen manchmal auch einfach die Kraft. In der Bestattungsvorsorge meinen Menschen bei solchen Konstellationen häufig, Gutes zu tun, indem sie ihre Angehörigen durch eine anonyme Bestattung „entlasten“.

Tatsächlich fühlt sich das Umfeld durch eine solche Entscheidung oft vor den Kopf gestoßen. Andere wiederum merken erst mit der Zeit, was ihnen fehlt, wenn der Verstorbene in einem Rasengrab ohne Kennzeichnung der Grabstelle und in der Regel ohne Beisein der Angehörigen beigesetzt wurde – und wenn das Grab weder geschmückt noch besucht werden kann.

Grabpflege durch die Natur?

Was also tun, wenn man das Grab nicht pflegen, nur selten besuchen kann und einen Gärtner nicht bezahlen möchte? Die Natur die Grabpflege übernehmen lassen und eine Seebestattung wählen? Hier dürfen Angehörige dabei sein, erhalten eine Seekarte mit den Koordinaten des Beisetzungsortes und können an Gedenkfahrten teilnehmen. Einen konkreten Ort, den sie spontan aufsuchen und schmücken können, haben sie nicht, dafür immerhin den oft tröstlichen Gedanken, dass der Verstorbene seine letzte Ruhe an seinem Lieblingsort gefunden hat.

Auch die Urnenbeisetzung in einem Bestattungswald kann die Heimkehr an einen Lieblingsort bedeuten, an einen Ort, den Angehörige in der Regel nicht schmücken, aber eindeutig kennzeichnen und besuchen können – sofern sie noch gut zu Fuß sind. Da dies natürlich nicht immer der Fall ist, ist es erfreulich, dass inzwischen auch klassische Friedhöfe auf den Wunsch nach pflegefreien Gräbern reagieren. Sie sind in der Regel für jedermann gut erreichbar.

Gärtnerisch gepflegte Gemeinschaftsanlagen.

Längst haben nicht mehr nur Großstadtfriedhöfe spezielle Areale für Baumbestattungen oder für gärtnerisch betreute Gemeinschaftsanlagen. Meist für Urnen, gelegentlich auch für Erdbestattungen gibt es Rosen- oder Staudengärten, Apfelwiesen und eigenständige kleine Parks und Gärten mit jahreszeitlich passend bepflanzten Beeten. Es gibt auch Partner-Grabstellen oder Erinnerungsgärten für Frühchen. Einige sind mit künstlerischem Anspruch gestaltet, andere verstehen sich zugleich als Landschaftspflege oder sind im Sinne des Naturschutzes angelegt.

Ihr Großer Vorteil gegenüber der Bestattung in der Natur: Häufig können individuelle Grabmale gesetzt werden, zumindest aber gibt es Gedenkstehlen für die gesamte Anlage – und beim Besuch profitieren Sie von der guten Erreichbarkeit und der Infrastruktur des Friedhofs.

Sabine Fett

Bild Fotolia/Joachim B. Albers

Die Zukunft der Friedhöfe ist ungewiss
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In vielen Regionen bietet sich das gleiche Bild: Ganze Friedhofsflächen liegen brach, Kapellen verfallen und die Gebühren für die Grünflächenpflege steigen rasant. Ursache sind vor allem der Einäscherungstrend und die neuen Beisetzungsmöglichkeiten.

Die veränderte Trauerkultur hinterlässt auch auf dem guten alten Gottesacker deutliche Spuren. In Deutschland werden nur noch etwa 45,5% der Verstorbenen erdbestattet, also im Sarg auf dem Friedhof beerdigt. In 54,5% aller Trauerfälle erfolgt eine Feuerbestattung, bei der die Urne dann alternativ zum Friedhof zum Beispiel auch in einem Friedwald oder auf See beigesetzt werden kann. Aus Kostengründen entscheiden sich immer mehr Angehörige auch für die Beisetzung der Urne in einem Urnensammelgrab oder einem Kolumbarium. Somit bleiben immer mehr Flächen auf dem Friedhof ungenutzt, während die Kosten für die Pflege der Grünanlagen und die Instandhaltung der Einrichtungen wie Kapellen oder Trauerhallen steigen.

Ein bisschen könnte sich das zu einem Teufelskreis entwickeln, denn die hohen Friedhofsgebühren sind schon jetzt manchmal einer der Gründe, warum eine andere, günstigere Bestattungsvariante wie etwa die Baumbestattung im Friedwald gewählt wird. Eine spannende Frage ist neben der zukünftigen Kostenentwicklung aber auch, was mit den frei werdenden Flächen auf den Friedhöfen passieren soll. In Anbetracht der zu wahrenden Totenruhe sind mögliche Nutzungsänderungen gut abzuwägen. Vielerorts gilt auch ein Verkauf von Friedhofsflächen als Lösung für einen weiteren wirtschaftlichen Friedhofsbetrieb. In Berlin beispielsweise, einer Stadt mit überdurchschnittlich vielen Feuerbestattungen, sollen auf dem Golgatha-Gnaden- und Johannes-Evangelist-Friedhof in Reinickendorf auf einem zwei Hektar großen Teilgebiet zahlreiche Wohnungen gebaut werden. Auf einem anderen Friedhof in Neukölln wurde bereits ein Supermarkt errichtet. Die Meinungen der Anwohner dazu sind durchaus geteilt.

Hamburg lässt die Bürger mitbestimmen

In Hamburg geht man bei der Planung der Friedhofsnutzung anders vor: Hier bezieht man schon in der Ideenfindung für die weitere Verwendung freier Flächen des Ohlsdorfer Friedhofs, mit 391 Hektar immerhin der größte Parkfriedhof der Welt, die Bürgerschaft mit ein. Bei dem Projekt „Ohlsdorf 2050“ können die Hamburger eigene Vorschläge einreichen, welche Nutzungsänderungen ihrer Meinung nach für den denkmalgeschützten Friedhof ab 2017 in Frage kommen. Dabei wird offenbar in ganz unterschiedliche Richtungen gedacht, die Ideen reichen von Meditations-Gärten über Obstwiesen, Hecken-Labyrinthe und Blumenpflückfeldern bis zu Konzertplätzen. Auch die nicht mehr genutzten Kapellen auf dem Ohlsdorfer Areal sollen künftig anderen Nutzungszwecken dienen, zum Beispiel als Yoga-Raum, Theater, Ausstellungshalle, Begegnungsraum oder sogar als Kindertagesstätte.

Die Stadt Hamburg plant, zukünftig insgesamt nur noch 100 Hektar des Ohlsdorfer Friedhofes mit Grabfeldern zu belegen. Es wird also reichlich Platz geben, um eine Vielzahl der eingereichten Ideen umzusetzen. Das Projekt „Ohlsdorf 2050“ wird im Rahmen des Programms „Nationale Projekte des Städtebaus“ vom Bundesministerium für Umweltschutz, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit mit zwei Millionen Euro gefördert. Den meisten anderen Friedhöfen in Deutschland stehen solche finanziellen Mittel natürlich nicht einmal ansatzweise zur Verfügung. Dennoch bleibt zu hoffen, dass auch dort die Verantwortlichen geeignete Wege finden, um den Friedhöfen durch geeignete Veränderungsmaßnahmen ihren festen Platz in der kulturellen Landschaft zu bewahren.

Cathrin Gawlista

Foto: www.pixabay.com

Quellen:
http://www.morgenpost.de/berlin/article139852847/Bebauung-von-Friedhoefen-in-Berlin-stoesst-auf-Kritik.html
http://www.ndr.de/ratgeber/reise/hamburg/Ohlsdorf-2050-welche-Zukunft-hat-der-Friedhof,ohlsdorf148.html

Patientenverfügung - Warum ist das so kompliziert?
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Eine Broschüre zum Thema liegt bei uns im Haus kostenlos aus

Patientenverfügung - Warum ist das so kompliziert?

Das Thema Patientenverfügung ist in den Medien immer wieder präsent. Erst am 6. Juli dieses Jahres hat der BGH wieder einen aktuellen Beschluss gefasst (https://www.bmjv.de/); die Reaktionen der Menschen in den sozialen Medien sind erneut durchwachsen, viele reagieren mit Unverständnis und begreifen die Rechtsprechung als Gängelei am Bürger.
"Ich möchte nicht an Maschinen angeschlossen werden, wenn keine Aussicht mehr auf ein erträgliches Leben besteht." höre ich als Bestatter immer wieder von Vorsorgenden, oder auch: "Wenn ich mal nicht mehr kann, möchte ich in Würde sterben dürfen."

Das klingt logisch und verständlich; niemand möchte sinnlos an Maschinen am Leben gehalten werden, wenn keine Hoffnung mehr besteht.

Aber so einfach wie es klingt, ist es nicht. Mir stellen sich unweigerlich gleich mehrere Fragen: Was genau ist denn ein "erträgliches Leben", wie stelle ich mir konkret "in Würde sterben" vor und "Wie wenig erträglich darf mein Leben werden, bevor man mich lieber gehen lassen soll?" Dies sind sehr persönliche Fragen und es gibt darauf vermutlich so viele Antworten, wie es Menschen gibt. Es sind Fragen zu meiner ganz persönlichen Lebenseinstellung und Weltanschauung, auf die ich eine Antwort finden muss, bevor ich meinen Patientenwillen aufschreiben kann. Habe ich meine Antworten gefunden, möchte ich sie unbedingt erst mit den Menschen besprechen, die mir im Leben wichtig sind und die mich später einmal in einer Krisensituation begleiten werden. Denn das sind die Menschen, die meinen Willen durchsetzen sollen und ggf. mit Nachdruck vor einem Mediziner oder einem gesetzlich bestellten Betreuer auslegen und erläutern werden. Es sind die Menschen, die im Härtefall eine unwiderrufliche Entscheidung an meiner Stelle treffen müssen; sie entscheiden gegebenenfalls sogar über mein Weiterleben oder mein Sterben.

Nach diesen Gesprächen und nach gründlicher Überlegung schreibe ich nun meine Patientenverfügung. Ich glaube dass es sehr wichtig ist, die Patientenverfügung ausführlich zu schreiben und kein Formblatt zum Ankreuzen zu benutzen. Die Qualität der Formulierungen und der Ausführungen in der Patientenverfügung entscheidet im Zweifel darüber, ob man sie später auf die jeweilige medizinische Situation auslegen kann oder nicht. Ein Dokument mit solch enormer Tragweite muss meiner Ansicht nach authentisch belegen, dass ich mich intensiv mit der Thematik befasst habe und mir die Konsequenzen meiner Entscheidungen bewusst sind.
Ich muss mich fragen: Wie wird ein Mediziner reagieren, der den Hippokratischen Eid geschworen hat, wenn er in einer Notsituation eine Entscheidung über mein Leben und meine Behandlung treffen muss und mich nicht mehr fragen kann. Was würde auf ihn verbindlich genug wirken: ein standardisiertes Formblatt mit Kreuzchen oder ein ausführlicher Text mit Begründung meiner Entscheidungen? Ich glaube, eine gut formulierte Patientenverfügung muss einem ggf. fremden Arzt neben konkrekten Behandlungsanweisungen auch Auskunft darüber geben, wie meine persönliche Einstellung zu den wichtigsten Fragen meines Lebens ist.

Um die Brisanz einer schlecht formulierten Patientenverfügung zu verstehen, muss man sie vielleicht auch aus Sicht der Mediziner betrachten:
Der Arzt hat einen Eid geschworen, Leben zu retten, wo es möglich ist. An diesen Eid wird er sich halten, denn tut er es nicht muss er sich womöglich vor Gericht dafür verantworten. Hier ist sich jeder selbst der Nächste, das kann ich verstehen. Formuliert man jedoch eine gute und glaubhafte Patientenverfügung, so bedeuten die Festlegungen darin gleichzeitig auch, dass man als Patient die volle Verantwortung für diese Entscheidungen übernimmt und der Arzt ist entlastet. Er kann nun mit gutem Gewissen Ihren Patientenwillen umsetzen und muss nicht befürchten, von Angehörigen später zur Rechenschaft gezogen zu werden.

Wenn Sie schon eine Patientenverfügung haben, dann lesen Sie sie einmal vollständig durch und überlegen Sie, ob sie vielleicht ergänzt oder überarbeitet werden sollte. Denn was Ihnen vollkommen klar und selbstverständlich erscheint, ist für andere Menschen möglicherweise nicht nachvollziehbar.

Jedem, der sich mit dem Thema beschäftigen möchte, empfehle ich die Broschüre "Patientenverfügung" des Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz. Sie liegt kostenlos bei uns im Bestattungshaus für Sie aus und Sie können Sie am Ende des Artikel von unserer Homepage herunterladen.

Sterblich sein: Was am Ende wirklich zählt (Atul Gawande, 2014)
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Als bekannter Chirurg und Philosoph hat Atul Gawande schon viel zum Thema Medizin und Gesellschaft veröffentlicht. In seinem Buch „Sterblich sein“ setzt er sich kritisch mit den modernen medizinischen Möglichkeiten zur Lebensverlängerung auseinander.

In seiner Praxis als Mediziner hat Atul Gawande festgestellt, dass bei der Begleitung kranker und sterbender Menschen häufig deren eigentliche Bedürfnisse außer Acht geraten. Es geht vielen Menschen nicht unbedingt darum, mit ihrer Krankheit oder Gebrechlichkeit so lange wie möglich, sondern so autonom wie möglich zu leben. Man könnte auch sagen, bei allem medizinischen Fortschritt fehlt häufig die notwendige Hilfe für ein selbständiges, freies und individuelles Leben der Patienten.

Zunächst gibt er im Buch einen Überblick darüber, wie sich das Altern und Sterben durch die moderne Lebensweise, den medizinischen Fortschritt und den gesellschaftlichen Wandel deutlich verändert hat. Nicht nur die durchschnittliche Lebenserwartung ist enorm gestiegen, auch die Dauer des Sterbeprozesses hat sich dramatisch gewandelt: Während früher die Menschen oft schnell einer Krankheit oder Verletzung erlegen sind, können heute häufig viele einzelne Begleiterscheinungen des körperlichen Verfalls wie hoher Blutdruck, Osteoporose etc. meist so lange hinausgezögert und bedrohliche Krankheiten so gut behandelt werden, dass es manchmal sehr lange dauert, bis ein Mensch tatsächlich stirbt.

Der Autor erläutert anhand zahlreicher Beispiele aus seinem Klinikalltag oder auch aus seinem Familien- und Bekanntenkreis, wie sich der natürliche Prozess des Alterns und Sterbens in kleinen Schritten vollzieht, wie Krankheiten den Körper langsam oder auch rapide schwächen und welche Leidenswege daraus entstehen. Vor allem aber beschreibt er, wie den Betroffenen auf ihrem Weg nicht nur Schmerzen, sondern auch unnötige Veränderungen ihres gewohnten Lebens erspart werden können.

Sein Buch ist ein Plädoyer dafür, durch die medizinische und soziale Betreuung der Menschen am Lebensende nicht unbedingt für mehr Zeit zu sorgen, sondern für mehr Lebensqualität. Und dass es für Ärzte und Angehörige wichtig ist zu wissen, wie jeder Einzelne für sich ein lebenswertes Leben definiert. Ein im Buch beschriebener Krebspatient antwortet auf die Frage, was für ihn ausschlaggebend sei, um weiterleben zu wollen: „Wenn ich in der Lage sein werde, Schokoeis zu essen und im Fernsehen Football zu sehen, dann will ich am Leben bleiben.“ Atul Gawande gibt sicher kein Patentrezept für ein „gutes Sterben“, aber er zeigt, dass Mut, Offenheit und eine gute Palliativmedizin unabdingbar sind.

Nach der Lektüre bleibt man mit gemischten Gefühlen zurück: Einerseits ein Stück abgeklärter, irgendwie ernüchtert, aber auch ermutigt durch die vielen Beispiele dafür, was Gawande selbst ein „assistiertes Leben“ nennt. In jedem Fall ist es lohnend, sich mit diesem sachlich geschriebenen und doch berührenden Buch bewusst auf das Thema einzulassen, das uns ausnahmslos alle angeht.

Cathrin Gawlista

Bild www.fischerverlag.de

Kinder haben ihre eigene Welt der Trauer
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Die Frage, wie man Trauernden hilfreich begegnet, verunsichert generell viele Menschen. Insbesondere im Umgang mit trauernden Kindern ist die Angst, Fehler zu machen, meist besonders groß. Ein guter Anfang ist der Blick auf die kindliche Wahrnehmung.

Es wird oft vergessen, dass auch im Leben vieler Kinder Trauer eine große Rolle spielt: In Deutschland leben rund 800.000 Kinder, von denen mindestens ein Elternteil verstorben ist. Viele haben ein Geschwisterkind zu betrauern und zu eigentlich fast jeder Kindheit gehört der Verlust einer Oma oder eines Opas. Die Frage, wie man auf Kinder in dieser Situation zugeht, stellen sich neben den engsten Familienangehörigen natürlich auch Erzieher, Lehrer, Nachbarn, Freunde usw. Zwar sollte man sich im Umgang mit trauernden Kindern im Zweifel auf seine Intuition verlassen, ein paar Grundregeln können aber Sicherheit geben:

Am wichtigsten ist das Verständnis dafür, dass besonders kleine Kinder ein ganz anderes Trauerverhalten zeigen als Erwachsene und meist sehr schnell zwischen sehr traurigen und sehr fröhlichen Momenten wechseln. Das liegt unter anderem daran, dass ihr Verhalten noch nicht von vermeintlichen gesellschaftlichen Regeln bestimmt wird und dass sie manchmal auch Angst haben, zu sehr von ihrer Trauer überrollt zu werden. Die Todesnachricht sollte kindgerecht vermittelt werden, also weder ausweichend noch durch missverständliche Umschreibungen. Ein gut gemeintes „Der Opa ist friedlich eingeschlafen“ etwa kann leicht dazu führen, dass sich ein Kind danach weigert, abends ins Bett zu gehen.

Kinder wollen ernst genommen werden und brauchen einen verlässlichen Ansprechpartner. Wenn zum Beispiel ein Elternteil verstorben ist, hat der andere Elternteil in seinem eigenen Schmerz meist nicht in die Kraft, dem Kind dieser Ansprechpartner zu sein. Diese Aufgabe können vertraute Nachbarn, Paten oder andere Verwandte übernehmen. Am besten signalisiert man den Kindern, dass sie jederzeit über das Geschehene sprechen können und dass jede geäußerte Emotion willkommen ist. Auch das Weiterführen des gewohnten Alltags ist für Kinder in der Trauersituation eine große Hilfe. Dabei können Außenstehende Trauerfamilien sehr gut unterstützen, indem sie zum Beispiel für das Kochen, Einkäufe, die Hausaufgabenbetreuung oder Fahrdienste einspringen.

Oft neigen Kinder dazu, sich für alles verantwortlich zu fühlen. In jedem Fall muss einem Kind deutlich vermittelt werden, dass der Tod des Angehörigen nichts mit seinem Verhalten oder seinen Gedanken zu tun hat. Wichtig ist es auch, dem Kind zu versichern, dass der Verstorbene es geliebt hat, dass er wusste, dass das Kind ihn geliebt hat, und dass er dem Kind nur das Beste für sein weiteres Leben wünscht. Aus dieser Bestätigung ziehen Heranwachsende sehr viel Vertrauen und Kraft für ihren weiteren Lebensweg. Für die Bestattung gilt, dass das Kind alles darf, aber nichts muss: Vielleicht möchte es den Verstorbenen noch einmal sehen oder sogar anfassen, ein Bild malen oder einen Abschiedsbrief schreiben und an der Bestattung teilnehmen. Vorher sollte es unbedingt altersgerecht auf die jeweilige Situation vorbereitet werden und natürlich auch jederzeit gehen können, wenn es ihm zu viel wird.

Bei aller charakterlichen Einzigartigkeit jedes Kindes gibt es für verschiedene Altersstufen typische Verhaltensweisen und Wahrnehmungsarten, auf die man sich als Bezugsperson im Trauerfall einstellen sollte. Kinder unter drei Jahren haben noch keine Vorstellung vom Tod und sprechen auch nicht darüber, nehmen aber die veränderten Emotionen in ihrer Umgebung sehr deutlich wahr. Sie haben häufig ein verstärktes Kuschelbedürfnis. Kindergartenkinder vergleichen den Tod oft mit dem Schlaf und begreifen noch nicht seine Endgültigkeit. Sie reagieren in der Trauersituation vielfach mit starken Verlustängsten. Grundschulkinder verstehen immer mehr, dass das Sterben nicht reversibel ist und dass auch sie selbst sterblich sind. Sie stellen sich den Tod meist bildlich als Sensemann oder Engel vor und stellen viele Fragen. Manchmal sehen sie den Tod als Strafe und entwickeln Schuldgefühle oder extreme Wut. Jugendliche beschäftigen sich schon sehr konkret mit dem Thema Endlichkeit, was sie gleichzeitig fasziniert und ängstigt. Viele ziehen sich in der Trauersituation sehr zurück oder geben sich auffallend unbeteiligt.

Manchmal ist professionelle Hilfe notwendig

In der Regel richten sich Kinder und Jugendliche nach einer gewissen Zeit in ihrer neuen Lebenssituation ein. Dann wird aus der ohnmächtigen Trauer ein zwar lebenslang schmerzhaftes, aber auch sehr liebevolles und positives Erinnern. Dennoch sollten Bezugspersonen mögliche Hinweise darauf, dass das Kind oder der Jugendliche in seinem Trauerprozess blockiert ist und Gefahr läuft, später psychisch zu erkranken, sehr ernst nehmen. Zu diesen Warnsignalen gehören ganz verschiedene Verhaltensweisen: ein starker Rückzug von Familie und Freunden, dauerhafte Leistungseinbrüche in der Schule, ein vermeintlich gleichgültiges Weitermachen wie bisher, aggressives oder selbstverletzendes Verhalten, starke Trennungsängste und anhaltende Symptome wie Schlaflosigkeit, Bettnässen, Appetitlosigkeit oder Kopfschmerzen.

In diesen Fällen ist eine professionelle Unterstützung durch einen Psychologen dringend ratsam. Vielen Kindern helfen auch Trauergruppen, die in ganz Deutschland angeboten werden. Darin finden sie einen geschützten Raum, in dem sie sich mit anderen Betroffenen austauschen können und nicht das Gefühl haben, ihr Umfeld mit ihren oft widersprüchlichen Gefühlen zu belasten. Kleinere Kinder können dort durch Spielen, Malen oder Toben ihre Trauer ausdrücken und so leichter damit umgehen.

Den meisten Kindern helfen aber schon die genannten Unterstützungsmöglichkeiten in ihrem vertrauten Umfeld und die Bereitschaft, ihre individuelle Art der Trauerbewältigung zu akzeptieren. Erwachsene, die sehr unsicher sind, sollten sich dennoch ein Herz fassen und mutig auf die Kinder zugehen: Wichtiger als das Richtige zu tun ist es, sich überhaupt bewusst mit der Trauer des Kindes auseinanderzusetzen und ihm ein Gefühl von Stabilität und Zuverlässigkeit zu geben. Wenn das gelingt, können die Großen sogar ungemein von dieser Interaktion mit den Kleinen profitieren, denn „Kinder, die sich auch angesichts eines Verlustes sicher fühlen, sind die besten Lehrmeister für einen unverkrampften Umgang mit Tod und Trauer.“ *

Für trauernde Kinder oder Jugendliche und ihre Bezugspersonen empfiehlt sich ein Anruf bei der Hilfsorganisation „Lebensquelle Trauer“ unter der Nummer 0700-70400400. Hier stehen ausgebildete Trauerbegleiter für Gespräche zur Verfügung. Umfangreiche Informationen finden sich außerdem im Netz unter www.kindertrauer.info.

Cathrin Gawlista

Bild Fotolia/Phils Photography

* Zitat aus dem Buch „Keine Angst von fremden Tränen“ von Chris Paul

HardtbergKulturNacht 2015
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Bild von Natja Jander: Glück - 80x80cm, Öl auf Leinwand, 2012

9/2015

Bonn-Duisdorf, 9/2015

AugenBlick
Ausstellung: Malerei von Natja Jander

Zum 8. Mal nimmt Bestattungen Vitt an der HardtbergKulturNacht teil. In diesem Jahr konnten wir wieder eine begabte Künstlerin für unser Haus gewinnen, die am 12. September 2015 ab 18.00 Uhr ihre Werke im Duisdorfer Bestattungshaus Vitt zeigt. Für dieses Ereignis räumen wir unsere große Sarg- und Urnenausstellung und stellen unsere Räumlichkeiten der Kunst zur Verfügung.

„[…] Sie erschafft unglaublich eindrucksvolle, ausdrucksstarke Bilder, […] Das sind Momente höchster Emotionalität. Die wollen nicht gefällig sein. Aber sie wollen berühren, sie wollen unsere Identifikation, […]“
(Jo Pellenz, kunstfirma a2b, art´pu:l Windeck 2014)

Die Bonner Künstlerin Natja Jander zeigt in ihren Porträtbildern eine Momentaufnahme, in der auch die negativen Empfindungen wie Wut, Angst und Traurigkeit zum Ausdruck gebracht werden.

Unsere Emotionen lassen sich nicht dauerhaft unterdrücken. Auch wenn wir sie mittels unserer Sprache verschleiern können, sind sie für einen AugenBlick aus unserer Mimik ablesbar.

Die Körpersprache ist, im Gegensatz zu dem gesprochenen Wort, die elementarste Sprache der Menschen. Sie enthüllt unseren Charakter und offenbart unsere Bedürfnisse und Gefühle.

Auf alle unwesentlichen Darstellungsmittel wie Haare, Kleidung und naturgetreue Farbigkeit wird verzichtet. Teilbereiche sind verwischt und verzerrt, um den Moment, der aus der Bewegung herausgelöst wird, zu verdeutlichen und um eine Unschärfe darzustellen, die den teils verstörenden Ausdruck unterstreicht.

Anlässlich der HardtbergKulturNacht 2015 wird Natja Jander eine Auswahl ihrer Bilder im Bestattungshaus Vitt ausstellen. Lassen sie sich von Ihren Werken und den Emotionen, die sie ausdrücken, gefangen nehmen.

Gerne können Sie die Künstlerin vor Ort kennenlernen und ihr bei der Arbeit an einem Bild über die Schulter schauen.

Die Ausstellung ist den ganzen Abend geöffnet.

Homepage der Künstlerin: www.natja-jander.de

Sterben - Tod - Auferstehung ... und dann?
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Ausstellung "Sterben - Tod - Auferstehung --- und dann?"

Bonn-Duisdorf, 10/2014

Sterben - Tod - Auferstehung ... und dann?
Eine Erlebnisausstellung in Kirche St. Rochus, Bonn-Duisdorf, Rochusstraße 223
Öffnungszeiten:
Vom 1. bis 16. November, täglich von 12-18 Uhr, Samstags und Donnerstags sowie am 6.11. von 11-17 Uhr

Mit dieser Frage rücken im November die Themen Sterben, Tod und Trauer in den Vordergrund. Die Ausstellung nähert sich dem Thema aus einer ungewohnten Perspektive. An verschiedenen Stationen können sich die Besucher mit der Endlichkeit des Lebens auseinandersetzen.

Welche Rituale sind hilfreich?
Was tröstet uns?
Was brauchen wir in unserer Trauer?
Was verbindet uns mit anderen Religionen?
Worauf hoffen wir?

Eine berührende Ausstellung, die uns zum Nachdenken einlädt über die eigene Sterblichkeit - und über das, was wichtig ist im Leben.

Die Kirchengemeinde St. Rochus und Augustinus, das Hospizforum Bonn/Rhein-Sieg, die Jugendagentur Bonn und das Bildungswerk Bonn laden dazu ein.
Nicht ungesagt soll an dieser Stelle sein, dass natürlich auch Bestattungen Vitt sich mit einem Beitrag an dieser höchst interessanten Erlebnisausstellung beteiligt.

Informationen zur Ausstellung und den Flyer finden Sie hier.

Religionsschüler besuchen das Bestattungshaus
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Bonn-Duisdorf, 29/10/2014

Religionsschüler besuchen das Bestattungshaus Vitt.

Einmal mehr öffnet Bestattungen Vitt die ohnehin schon offenen Pforten. Am 29. Oktober 2014 besuchen Religionsschüler der Bertholt-Brecht-Gesamtschule das Bestattungshaus und dürfen im Rahmen einer Führung auch Räume besichtigen, die sonst für außenstehende eigentlich verschlossen bleiben.

Im Rahmen dieser und anderer Führungen entstehen offene Frage- und Diskussionsrunden. Mit dieser Offenheit möchten wir den immer noch erkennbaren Tabus mit Aufklärung begegnen.

Wir freuen uns auf den Besuch. Wenn auch Sie Interesse an einer Gruppenführung haben, können Sie sich jederzeit gern an uns wenden.

Witterschlicker Senioren informieren sich über Bestattungen
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Alfter-Witterschlick, 27/10/2014

Eine offene Frage- und Gesprächrunde organisierte die Ev. Kottenforstgemeinde im Rahmen des regelmäßig stattfindenden Gemeindetreffen am Montag, dem 27. Oktober 2014. Die Einladung des Gemeindepfarrers Andreas Schneider nahm Thomas Reitelbach gerne an.

Ein offener Umgang mit Tod und Trauer sowie den Fragen und Bedürfnissen von Angehörigen gehört für Thomas Reitelbach aus dem Bestattungshaus Vitt schon lange zum guten Ton. Deshalb war es selbstverständlich, auch im Rahmen eines solchen zwanglosen Nachmittagstreffens der Gemeinde mit einem Vortrag und einem offenen Ohr für alle Fragen vor Ort zu sein. Die überwiegend älteren Zuhörer lauschten den Ausführungen von Herr Reitelbach sehr gespannt und im Anschluss entstand eine sehr angeregte Frage- und Antwortrunde. Besonders für Besucher, die sich vielleicht noch nicht trauen wollten, eigene Fragen zu stellen, war dieser Nachmittag sehr hilfreich. Denn sie stellten durch die vielen Fragen der anderen fest, dass Überlegungen zur Bestattung gar nicht ungewöhnlich und schon gar nicht etwas beschämendes sind.

"Mit Vorträgen und Diskussionen dieser Art erreiche ich nicht nur, dass die Menschen informierter werden. Nach meiner Erfahrung sprechen die Menschen nach solch einem Treffen auch oftmals das erste Mal überhaupt über ihre eigenen Bestattungswünsche und Vorstellungen mit anderen Familienmitgliedern. Damit habe ich mein wichtigstes Ziel erreicht: Enttabuisieren und Schwellenängste nehmen." meint Thomas Reitelbach im Nachgang.

HardtbergKulturNacht 2014
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Bonn-Duisdorf, 9/2014

Holzobjekte und mehr
Eine Ausstellung des Künstlers und Diakons Ralf Knoblauch

Zum 7. Mal jährt sich die HardtbergKulturNacht nun. Seit Beginn an hat sich Bestattungen Vitt engagiert an der Kulturnacht beteiligt und lud auch in diesem Jahr am 13. September 2014 wieder kulturinteressierte zwischen 18 und 24 Uhr nach Duisdorf in die Geschäftsräume ein.

Ralf Knoblauch ist als Seelsorger in Bonn-Lessenich und der näheren Umgebung bekannt. Hinter dem sympathischen Familienvater verbirgt sich aber nicht nur ein Mann der Kirche - er ist auch Künstler und fertigt in seiner Freizeit Holzskulpturen aus den unterschiedlichsten Holzarten an. Seine Herangehensweise an jedes einzelne Holzstück ist geprägt von Emotionen und die endgültige Formgebung eines Kunstwerks ist keineswegs immer von vornherein festgelegt. Experimentelle Gestaltungseingriffe im Entstehungsprozess beeinflussen die Ausgestaltung.

Anlässlich der HardtbergKulturnacht 2014 gaben wir Knoblauchs aktueller Ausstellung "Königsskulpturen" einen besonderen Raum. Wir freuen uns, dass gerade in diesem Jahr der Besucherandrang sehr hoch war und sich viele Gäste an den Kunstwerken erfreuen konnten. Wer möchte, kann einen kleinen Teil der Ausstellung in den nächsten Wochen noch in unserem Schaufenster betrachten.

Auszubildender erhält Auszeichnung für besten Abschluss
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Bonn-Duisdorf, 11/2012

Am 21. November 2012 fand in der Berufsschule Wermelskirchen, die als eine von drei Standorten in Deutschland Bestattungsfachkräfte ausbildet, die Ehrung der besten Jahrgangsabschlüsse statt.

Wir gratulieren unserem Auszubildenden Herrn Lutz Adam zu seiner bestandenen Abschlussprüfung - er hat die Ausbildung in unserem Unternehmen nicht nur mit sehr guten Noten bestanden, sondern erhielt in Wermelskirchen sogar die Auszeichnung als Jahrgangsbester.


Auf dieses Ergebnis sind wir ganz besonders stolz und wir freuen uns, dass Herr Adam unser Team als ausgebildete Bestattungsfachkraft auch nach seiner Ausbildung stärkt.

Krankenpflegeschüler besuchen Bestattungen Vitt
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Bonn-Duisdorf, 10/2009

Am 23. Oktober 2009 stattete der Oberkurs für „Gesundheits- und Krankenpflege“ von der Schule für Pflegeberufe am Franziskus Krankenhaus Linz am Rhein dem Bestattungshaus Vitt einen Besuch ab. Die Auszubildenden konnten sich bei der Führung durch die Räumlichkeiten des Bestattungshauses und durch die ausführlichen Erläuterungen der Familie Reitelbach ein genaues Bild vom Beruf des Bestatters machen und bekamen Antworten auf ihre zahlreichen Fragen.

Als zukünftige Mitarbeiter in Gesundheits- und Pflegeberufen stellt sich ihnen die Frage nach dem Tod und dem „Danach“ natürlich aus einer anderen Perspektive und so kann ein solcher Austausch helfen, Berührungsängste und Unsicherheiten abzubauen und zu gegenseitigem Vertrauen führen.

Bestattungen Vitt führt schon seit über 20 Jahren regelmäßig interessierte Schüler- oder auch Konfirmandengruppen durch die Räumlichkeiten, um ihnen einen Einblick in die Aufgaben des Bestatters zu ermöglichen.

2. Ausstellung des Künstlers Arnold Kremer im Bestattungshaus Vitt
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Wir Hardtberger, 03/2008

Duisdorf. Nach dem großen Erfolg seiner Ausstellung auf dem Brüser Berg sind nun weitere Werke des Bonner Künstlers Arnold Kremer zu sehen. In den Schaufenstern des Bestattungshauses Vitt in der Duisdorfer Rochusstraße sind jetzt auch großformatige Objekte ausgestellt. „Transformals“ nennt der Künstler seine Werke. Dies bedeutet, dass eigentlich banale und alltägliche Dinge durch eine Aussage geistiger Natur neuen Wert und Bedeutung gewinnen. So entstehen sehens- und nachdenkenswerte Gegenstände, die weit über das Dekorative hinausgehen. Eindrucksvoll z. B. das großformatige Objekt mit dem Titel „Hommage á Maurice Béjart“. Form und Farbe des Werks stehen in einem spannungsreichen Kontrast zueinander. Sie machen das kraftvolle Werk des weltberühmten Choreographen begreifbar. Auch kleinere Objekte nehmen das Auge des Betrachters gefangen. Das Werk „Eleganz“ zeigt z. B., dass auch ein hartes, sprödes Material wie Stein Zierlichkeit und Grazie ausstrahlen kann.

Eines der ausgestellten Stücke hat bereits auch international Beachtung gefunden. Das Objekt „Gleichgewicht für Europa“ war im Europaparlament in Straßburg zu bewundern. Integriert in dieses Kunstwerk ist der „Stein der Weisen“, der sinnbildlich zeigt, wie auch in bewegtem Umfeld Gleichgewicht zu wahren ist.

Die Ausstellung findet große Beachtung. „Schon wenige Stunden nach Eröffnung waren viele der gezeigten Objekte verkauft“, berichtet Carmen Wagener vom Bestattungshaus Vitt.

Ausstellung „Form und Sinn“ bei Bestattungen Vitt auf dem Brüser Berg
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Wir Hardtberger, 02/2008

Brüser Berg. „Ich suche nicht, ich finde.“ Dieser Satz von Pablo Picasso bestimmt auch das Werk von Arnold Kremer. Der 74-jährige Künstler, der auf dem Brüser Berg wohnt, verfügt über eine breitgefächerte Kreativität. Zunächst als Landschafts- und Naturfotograf tätig, entwickelte sich aus dem bewussten fotografischen Blick die Freude am Entdecken von Fundstücken.

Seine künstlerischen Objekte sind „Objets trouvés“ aus unterschiedlichen Materialien. Arnold Kremer findet sie bei Wanderungen in der Eifel, in Steinbrüchen, als Treibgut an den Ufern des Rheins oder auch in Schrotthandlungen. In scheinbar banalen Dingen – ein Stück angesengtes Holz, ein vom Wasser blankgewaschener Stein, eine schimmernde Metallplatte - sieht der Künstler mit geschultem Blick und viel Phantasie das Außergewöhnliche und das Andere.

Er nutzt diese Dinge als bildnerisches Inspirations- und Werkmaterial und verleiht ihnen durch eine Aussage geistiger Natur einen neuen Wert und Bedeutung. Die Objekte, die durch diese Umwidmung entstehen, nennt der Künstler „Transformals“, das so entstandene Werk ist die „Fo(u)nd Art“. Mehr als 130 künstlerische Objekte aus Fundstücken sind so in den letzten 17 Jahren entstanden.

Adventsmarkt auf dem Brüser Berg lockte zahlreich die Besucher an
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HBB, 12/2007

Der vom Ortsausschuss, der katholischen St. Edith-Stein-Kirchengemeinde und der evangelischen Johanniskirchengemeinde organisierte Adventsmarkt auf dem Brüser Berg, lockte viele Besucher in die Fußgängerzone Borsigallee.

Geboten wurden einige Attraktionen: Ponyreiten, Fotoaktion mit dem Nikolaus, Flohmarktstände und Märchenerzählungen. Im Beratungszentrum „Bestattungen Vitt“ in der Borsigallee wurden in der Zeit von 10 bis 14 Uhr Märchen für Kinder vorgelesen. Groß und Klein hörten sich die von Frau Dr. Hella Fischer (Foto oben, links) vorgetragenen Märchen an. Ein besonderes Highlight des Adventsmarktes konnte ebenfalls im Beratungszentrum Vitt bestaunt werden. Der Inhaber Willi Reitelbach hat eine herrliche Krippe in seinem Schaufenster aufgestellt, wo sich insbesondere Kinder an der Schaufensterscheibe ihre Nasen platt drückten. Die Krippe ist seit vielen Jahrzehnten im Besitz der Familie Reitelbach und wurde in diesem Jahr erstmalig in der Borsigallee aufgebaut. Hier wird dieses Schmuckstück noch bis zum 6. Januar 2008 viele Menschen erfreuen.

Die „Nachbarschaftshilfe Brüser Berg“ ist vorbildlich, denn sie nutzt den Erlös aus dem Verkauf ihres Flohmarktstandes für die kleine Aaquela. Aaquela ist ein afghanisches Mädchen, das dringend am Kiefer operiert werden muss.

Auch der Tod gehört zum Leben – Konfirmanden bei Bestattungen Vitt
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Wir Hardtberger, 12/2007. Duisdorf.

„Auch der Tod gehört zum Leben“, sagt der Volksmund. Wir müssen lernen zu akzeptieren, dass geliebte Menschen uns verlassen und dass auch eines Tages wir sterben werden.

„Wir leben in einer Gesellschaft, in der nur noch Machbarkeit und Stärke herrschen. Diese Gesellschaft grenzt Themen wie Leid und Sterben gerne aus. So verschwindet die lebendige Erfahrung im Umgang mit Sterbenden. Denn auch der Tod gehört zum Leben. Aber in einer Gesellschaft, wo scheinbar alles machbar ist, denken wir über den Tod nicht nach ...“, stand jetzt in einer großen Tageszeitung. Um mit dem Tod oder dem Sterben normal umgehen zu können, waren kürzlich zirka 10 Konfirmanden der Evangelischen Kirchengemeinde am Kottenforst bei Bestattungen Vitt in Duisdorf. Inhaber Willi Reitelbach stellte sich den Fragen der Jugendlichen und beantwortete jede Frage präzise. Durch eine gute Vorbereitung mit Pfarrer Andreas Schneider stellten die Konfirmanden konkrete und wissbegierige Fragen Dadurch entstand eine interessante Konversation. So wurden auch Themen wie Erd-, Feuer-, anonymer und Seebestattungen angesprochen.

Wie eine Bestattung und der Abschied von einem lieben Menschen vor sich gehen, wurde in einem Rollenspiel zwischen den Jugendlichen und Thomas Reitelbach durchgespielt. Dies ging von der Bürokratie mit dem Standesamt über die Organisation der Beerdigung bis hin zur Betreuung der Trauernden. Willi Reitelbach, Inhaber von Bestattungen Vitt, öffnet zu solch kleinen Veranstaltungen „zum normalen Umgang mit dem Tod“, sein Unternehmen für Interessierte. „Seit 12 Jahren machen wir Führungen durch unser Haus, auch mit angehenden Vikaren, Krankenschwestern und eben Kindern und Jugendlichen“, sagte Willi Reitelbach.

Familienfest auf dem Brüser Berg
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Am 8. September 2007 fand das vom Ortsausschuss Brüser Berg, der Evangelischen Johanneskirchengemeinde Bonn-Duisdorf/Brüser Berg und dem Bürgerstammtisch Brüser Berg veranstaltete Familienstraßenfest statt.

Ein großer Flohmarkt, diverse Aktionen der beteiligten umliegenden Geschäfte sowie ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm für Jung und Alt mit Tanzvorführungen und Livemusik auf zwei Bühnen sorgten für einen gelungenen Tag.

Für Bestattungen Vitt mit dem Beratungszentrum mitten im Zentrum des Geschehens war es das erste Familienfest auf dem Brüser Berg, gibt es das Beratungszentrum doch erst seit dem letzten Oktober. Umso größer war die Freude über die große Beteiligung an unserer Malaktion. Auf vier großen Leinwänden konnten Kinder zum Thema „Der Brüser Berg wie er ist und wie wir ihn uns wünschen“ ihrer Phantasie freien Lauf lassen. Als Zugabe konnten sich die Kinder im Anschluss aus einer großen Schale mit kleinen Holzspielzeugen und Süßigkeiten bedienen. Für uns war das Familienfest ein interessanter und gelungener Tag.

In Ghana wird die Beerdigung zu einem tagelangen Fest
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In vierter Generation beschreitet Bestattungen Vitt neue und andere Wege

Bonn-Duisdorf, 2005

Auf 130 Jahre Familientradition kann die Firma Bestattungen Vitt zurückblicken. Bereits in der vierten Generation ist das Geschäft bei Willi Reitelbach und Carmen Wagener in sehr guten Händen und Sohn Thomas Reitelbach wird das erfolgreiche, innovative Bestattungsunternehmen später einmal übernehmen. Zur Firmenphilosophie gehört es, durch neue und andere Wege sehr individuelle Bestattungsformen zu ermöglichen, an denen Angehörige mitarbeiten können.

Zur diesjährigen Duisdorfer Gewerbeschau am 12. Juni 2005 hat sich Bestattungen Vitt etwas ganz besonderes und auch ausgefallenes einfallen lassen. Ein Fischsarg wird die Hauptattraktion neben einem Zauberer sein. Dies ist einer der kunstvollen Spezialsärge, die in Ghana vom Erfolg des Verstorbenen zeugen, und muss selbstredend zum Leben und zum Beruf passen. Der Fischsarg ist sehr beliebt bei Fischern und hat auch die Form eines Fisches. Nur wohlhabende Menschen können sich in Ghana solche speziellen Särge leisten und erfreuen sich aber immer größerer Beliebtheit.

Zur Gewerbeschau haben alle Besucherinnen und Besucher nun die Möglichkeit, sich bei Bestattungen Vitt über diese ungewöhnliche Art der Bestattung zu informieren und 130 Jahre Familienunternehmen im Historienraum zu erleben. Eine umfangreiche Bibelausstellung mit teils sehr alten, aber auch sehr künstlerischen Exemplaren, rundet die Präsentation zur Gewerbeschau in Duisdorf ab. Zu allen Angeboten können die Gäste ein paar Häppchen und Getränke genießen und einen rundum gelungenen Tag mit vielen Informationen verbringen.